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Schlanke Untersuchungsschleife v19
Historische Beschreibung des v19-Protokolls. Das aktuelle Testprofil aktiviert inzwischen v20; v19 bleibt über lean_protocol = 1 mit eigenem Profil verfügbar.
Die erste Version trennt kurze Untersuchungsschritte von fachlicher Konsolidierung. Die Systemgrenzen aus architecture.md bleiben unverändert. Keine Patchausführung, keine freien SQL-/Shellbefehle, keine neuen Recherchewerkzeuge.
Aktivierung und Kompatibilität
Für einen frischen Lauf --investigation-config config/investigation.lean.toml zusätzlich zum bisherigen trial-run-Befehl verwenden. Das ursprüngliche v19-Profil verwendete lean_loop = true und lean_checkpoint_steps = 4. Der Modus benötigt aktuell einen konfigurierten Projekt-Rechercheadapter. Die Standardkonfiguration behält den bisherigen Modus; laufende Pakete werden nicht stillschweigend migriert. Die im Paket gespeicherte Policy gilt auch bei Wiederaufnahme ohne explizite Config. Ein abweichender expliziter Policywechsel wird kontrolliert abgewiesen.
Kurzer Schritt
Die Modellantwort enthält nur assessment, observation (höchstens 600 Zeichen) und next. assessment bewertet den Informationswert genau des offenen vorigen Ergebnisses und wird weiterhin sofort für die gedeckelte Budgetabrechnung benötigt. Ohne offenes Ergebnis ist es null. next ist ein kontrollierter Toolaufruf, ein lokales Nachladen oder checkpoint. Keine Befundlisten, Frageverwaltung, Confidence oder drei Entscheidungskriterien pro Werkzeugschritt.
Die Eingabe enthält die ausgewählte Hypothese, einen verkürzten Blick auf den letzten konsolidierten Arbeitsstand, die vorläufigen Beobachtungen der laufenden Sitzung und benötigte Ergebnisse/Schemata. Der frischeste Beleg wird auch dann eingeblendet, wenn eine andere Hypothese ihn erzeugt hat. Historische Payloads sind über den Belegkatalog nachladbar. Unveränderte Interpretation und Werkzeugverträge können mit dem bestehenden stable_case_v1-Transport im Provider-Cache liegen. Jede vollständige logische Anfrage bleibt im Paket rekonstruierbar; ein Cache ist kein externes Gedächtnis und keine Voraussetzung für Replay.
Der 1000-Zeichen-Richtwert ist keine Abschneidegrenze. Ergebniszeilen, Schemata oder Gegenbelege können größere Eingaben erfordern. Es gibt keine Behauptung, jede Anfrage passe in 1000 Zeichen. Auch der feste Cache-Präfix zählt zur gesamten Eingabe und kann Kosten verursachen; Mindestgrößen und bestehende Cache-Konfiguration bleiben wirksam.
Konsolidierung
Konsolidiert wird vor einem Hypothesenwechsel, nach maximal vier kurzen Schritten (konfigurierbar), bei ausdrücklichem checkpoint sowie vor dem Verlassen einer Sitzung wegen Budget-/Iterationsende. Die LLM erhält sämtliche in der Sitzung eingeblendeten Belege einschließlich lokal nachgeladener und hypothesenfremder Ergebnisse. Vorläufige Beobachtungen sind ausdrücklich keine neuen Fakten.
Erst dieser Aufruf schreibt den vollständigen kumulativen Working Brief und die fachliche Confidence-/Fragebewertung. defer setzt die Untersuchung fort; Abschluss, Verwerfung, früher Diagnoseantrag und asynchroner Testauftrag bleiben kontrollierte Optionen. Die bestehende enge Frühabschlussbewertung anderer Hypothesen und deren niedrige Denkintensität bleiben erhalten. Die unabhängige finale Diagnose kann weiterhin widersprechen.
Ein Konsolidierungsaufruf zählt als Controller-Iteration und LLM-Aufruf; er erzeugt selbst keine Werkzeugkosten. Der abschließende Konsolidierungsschritt bleibt auch an der Iterationsgrenze möglich. Häufige Wechsel können zusätzliche Konsolidierungsaufrufe verursachen: eine Einsparung ist nicht garantiert.
Sicherheit und Persistenz
Werkzeugargumente werden vor Ausführung vollständig lokal geprüft. Ungültige Antworten werden atomar verworfen. Evidenz, Provenienz, Budgetreservierung und Ergebnisabrechnung werden sofort gespeichert. Kein Budgetgewinn, keine Confidence-Erfindung durch den Controller. Zwischen Konsolidierungen bleibt die zuletzt konsolidierte Confidence für das Scheduling bestehen.
Das Paket speichert kurze Beobachtungen samt LLM-Referenz, bewertetem Ergebnis und eingeblendeten Beleg-IDs. Beim Laden werden diese an die ursprüngliche erfolgreiche Modellantwort und deren Anfrage gebunden. Alle einzelnen Modellaufrufe und Ergebnisse bleiben append-only erhalten, auch wenn der Sitzungszeiger nach Konsolidierung geleert wird. Wiederaufnahme nach Werkzeugpublikation verwendet vorhandene Evidenz und erzeugt keinen zweiten Aufruf oder eine zweite Budgetbelastung.
Prüfung
Lokale Fixture-Tests prüfen Schema/Cache-Roundtrip, verzögerte fachliche Updates, Wechsel-/periodische Konsolidierung, Fortsetzung per defer, Iterations- und Budgetende, ungültige Tools, ungelesene Referenzen, portable Wiederaufnahme und Unterbrechung nach Evidenzpublikation. Bestehende Investigation-/Gateway-/Early-Diagnosis-Tests sichern den vorherigen Modus ab.
Die Offline-Messdatei replayt alte v18-Kontexte mit leerer v19-Sitzung. Sie misst Zeichen, keine Tokens oder tatsächliche neue Untersuchung. Laufkosten und Denkarbeit müssen einschließlich der Konsolidierungen in einem neuen kostenpflichtigen Lauf gemessen werden; während der Implementierung wurde kein LLM-Dienst aufgerufen.
Korrekturrückmeldungen
Schemafehler werden vor dem Speichern auf den begrenzten Korrekturvertrag abgebildet. Ungültige Befund-IDs erhalten den konkreten Hinweis auf B0001 (B plus mindestens vier Ziffern). Bereits gespeicherte Kontexte mit dem früheren validation_keyword bleiben lesbar; für den nächsten Prompt wird daraus ein sicherer Korrekturhinweis, ohne das alte Paket zu verändern. Neue Promptkontexte werden vor ihrer Veröffentlichung validiert.